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Jahrgang 15, Nr. 3.
Lernen in Netzwerken

Inzwischen lassen sich im bundesdeutschen Schulsystem viele neue Reformen beobachten, die vor allem auf die Sicherung und Qualität der Einzelschule und auch auf die Entwicklung des Unterrichts zielen. Schulische Netzwerkarbeit ist dabei eine mögliche Strategie, die in den letzten zwei Jahrzehnten vermehrt Aufmerksamkeit
erlangt hat. Die Konjunktur schulischer Netzwerke als genutztes Instrument zur Problemlösung ist im Bildungsbereich bereits darin erkennbar, dass zunehmend verschiedene staatliche, aber auch zivilgesellschaftlich geförderte Netzwerkprojekte und bildungspolitische Programme auf dieses Potenzial setzen. Die Hoffnungen auf synergetische Effekte durch Kooperation, Vertrauensbildung und den Austausch von „good practice“ beispielsweise oder die Professionalisierung von Lehrkräften durch neuartige Lerngelegenheiten in Netzwerken werden hierbei immer wieder hervorgehoben. Angesichts der insgesamt positiven Sichtweisen über Vernetzung erscheint es erforderlich, nach den dahinterliegenden Annahmen und Zuschreibungen näher zu fragen, theoretische Annahmen zu explizieren sowie insbesondere die Netzwerkwirkungen genauer zu erschließen.
Das Heft leistet hierzu anhand nationaler und internationaler Erfahrungen und Praxisbeispiele einen Beitrag.