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Jahrgang 12, Nr. 2.
Theorie

Solange angenommen wird, dass die Probleme der Schule ausschließlich darauf beruhen, dass sie heute der breiten Masse den Zugang ermöglicht, wird es ihr lediglich darum gehen, sich besser an die immer größeren und heterogeneren Schülerpopulationen anzupassen. Dabei wissen wir heute, dass sich diese Maßnahmen aufgrund ihrer überkommenen internen Logik kurz- bis mittelfristig als sinn- und wirkungslos und keineswegs als nachhaltig erweisen werden.
Der stattfindende Veränderungsprozess konfrontiert heute mit übergeordneten und komplexen Herausforderungen, denen nur dank eines gründlichen Umdenkens bisheriger Denk- und Verhaltensmuster begegnet werden kann. Ohne in sterile Anschuldigungs- bzw. unüberprüfbare Spekulationsmanöver zu verfallen, geht es in diesem Heft „Failing Schools“ vor allem darum, ein besseres – und wenn möglich breit abgestütztes – Wissen um Misslingensfaktoren zu schaffen, mit der Hoffnung, dass daraus neue Denk- und Handlungsmuster entstehen können.