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Jahrgang 11, Nr. 1.
Leadership

Ein Wandel bestimmt die Diskussion des Systems „Bildung“. 5 Jahre nach PISA wird die Debatte um die Wege zur Steigerung der Leistungsfähigkeit leidenschaftlich geführt. Schulen erhalten Verantwortung und Spielraum. Dabei werden sie an ihren Ergebnissen gemessen. Die Schulaufsicht konzentriert sich auf ihre Entwicklungsaufgaben und gliedert die Inspektion als Controlling- und Evaluationsagentur aus.
Es kommt zur Verantwortungsteilung mit komplementären Funktionen. Die Aufsicht schließt Vereinbarungen über Ziele, die Inspektion misst die Fortschritte und die Leitung in den Schulen übernimmt Verantwortung für die Realisierung der Ziele.
Zum ersten Mal – historisch gesehen – fällt jetzt Leitung und Verantwortung für die Inhalte und Ergebnisse der Schulleitungstätigkeit zusammen. Leitung und Führung verlangt nach starken Kompetenzen.

Die AutorInnen dieses Journals diskutieren die Chancen, diese Herausforderung der Professionalisierung von Führung mit dem Konzept „Leadership“ lösen zu können. Sie diskutieren die zentralen Dimensionen aus unterschiedlichen Perspektiven.
Leadership erweitert die Führungsperspektive. Sie wird nicht als Positionsmacht der Leitung verstanden, sondern als Haltung der ‚Agency‘ im und am System. Fühlbar als Leadership im Klassenraum, erlebbar in Leadership for Learning, wirksam in Shared Leadership.